In Burundi wurden in Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden mehrere Dutzend Kilometer Höhenlinien angelegt, um Erosion vorzubeugen und das Ackerland mehrerer Hundert gefährdeter Familien zu schützen. Diese Art von Massnahme spiegelt eine zentrale Überzeugung von SECODEV wider: Kein landwirtschaftlicher Fortschritt ist nachhaltig ohne eine intakte Umwelt.

Klimaresilienz ist für SECODEV kein von der übrigen Arbeit getrenntes Ziel: Sie sichert deren langfristige Wirkung. Keine landwirtschaftliche Verbesserung und keine wirtschaftliche Selbstständigkeit kann langfristig Bestand haben, ohne dass zur Umwelt Sorge getragen wird, von der sie abhängt.
Agrarökologie ist eine besonders weitreichende Antwort auf diese Herausforderungen. Indem sie die Abhängigkeit von chemischen Hilfsmitteln verringert, die Kulturen diversifiziert und das Bodenleben wiederherstellt, stärkt sie sowohl die landwirtschaftliche Produktivität als auch die Widerstandsfähigkeit der Betriebe gegenüber Klimarisiken. Praktiken wie die lokale Herstellung von organischem Dünger oder die Erhaltung von bäuerlichem Saatgut, das an die örtlichen Bedingungen angepasst ist, ergänzen diesen Ansatz.
Über die landwirtschaftlichen Praktiken hinaus umfasst das Programm Massnahmen zum Schutz und zur Regeneration natürlicher Ressourcen: Aufforstung, unterstützte natürliche Regeneration, Agroforstwirtschaft, Regenwassermanagement und Erosionsschutz. Begleitet werden diese Massnahmen von Sensibilisierungsarbeit, die möglichst nahe bei den Gemeinschaften geleistet wird. So werden diese selbst zu wichtigen Hüterinnen und Hütern ihrer Umwelt und tragen dazu bei, die Ressourcen zu bewahren, die ihre Entwicklung morgen ermöglichen.
Die Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf die Umwelt und die Klimaerwärmung machen auch vor den Einsatzländern von SECODEV nicht Halt und gefährden deren Entwicklung erheblich. Künftige Umwelt- und Klimakatastrophen könnten alle bisher erzielten Fortschritte zunichtemachen. SECODEV und ihre Partner sensibilisieren die lokale Bevölkerung für die Umweltfragen und Herausforderungen in ihren Regionen.
Indem die Organisation Bäuerinnen und Bauern in neuen, umweltfreundlicheren und nachhaltigeren Anbaumethoden schult und sie über die Bedeutung des Umweltschutzes für die Zukunft informiert, will sie diese mobilisieren, im Bewusstsein, dass sie sich damit langfristig bessere Lebensbedingungen sichern.