Bevölkerungsgruppen, die einst von Ernährungsunsicherheit betroffen waren, auf dem Weg zur Ernährungssouveränität zu unterstützen, ist einer der ersten Schritte hin zu einer nachhaltigen Entwicklung. Diese Ernährungsautonomie ist weit mehr als eine Frage der Existenzsicherung: Sie ist auch der Ausgangspunkt für wirtschaftliche Selbstständigkeit. Wenn eine Familie genug produziert, um sich selbst zu ernähren, und darüber hinaus einen Überschuss erwirtschaftet, den sie verarbeiten und verkaufen kann, verbessert sie ihre Lebensbedingungen nachhaltig und gewinnt an Unabhängigkeit.
Der Zugang zu Bildung und Berufsbildung ist eine der Grundlagen von Entwicklung, insbesondere für die am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen. Fehlender Zugang zu Bildung ist zugleich Ursache und Folge von Armut und betrifft vor allem Menschen in schwierigen Lebenssituationen. In ländlichen und abgelegenen Regionen haben Kinder und Jugendliche oft keine Möglichkeit, eine Schule zu besuchen oder einen Beruf zu erlernen.
Die Produktion zu verbessern oder einen Beruf zu erlernen, reicht nicht aus, um der Armut dauerhaft zu entkommen: Man muss auch davon leben können. Hier setzt die unternehmerische Unterstützung an, die sich durch sämtliche Projekte von SECODEV zieht, in der Ernährungssouveränität ebenso wie in der Berufsbildung. Ihr Ziel ist es, eine Fähigkeit oder eine Ernte in eine wirtschaftlich tragfähige Tätigkeit zu verwandeln, die ein stabiles Einkommen erzeugt und eine Familie langfristig ernähren kann.
Für SECODEV ist die Gleichstellung der Geschlechter kein blosses Häkchen auf einer Liste, sondern eine Überzeugung, die in jeder Projektphase konkret umgesetzt wird, von der Bedarfsabklärung bis zur Evaluation der Ergebnisse. Jede Aktivität ist darauf ausgerichtet, die spezifischen Hindernisse abzubauen, mit denen Frauen und Mädchen konfrontiert sind, sei es beim Zugang zu Ausbildung und Einkommen oder zur Mitwirkung in Entscheidungsgremien. Die wirtschaftliche Stärkung von Frauen durch Ausbildung, Beschäftigung und den Aufbau eigener einkommensgenerierender Tätigkeiten steht im Zentrum dieses Ansatzes.
Klimaresilienz ist für SECODEV kein Ziel, das vom Rest der Arbeit getrennt ist: Sie ist die Grundlage für deren langfristige Wirkung. Keine Verbesserung in der Landwirtschaft und keine wirtschaftliche Stärkung kann langfristig Bestand haben, wenn nicht auch die Umwelt geschützt wird, von der sie abhängt.