Auf der Insel Idjwi in der Demokratischen Republik Kongo verkauften Tausende von Bauernfamilien ihre Ananasernte bisher mit Verlust. Geeignete Anbaumethoden und eine organisierte Wertschöpfungskette fehlten. Eine gezielte Begleitung, die verbesserte Anbaupraktiken, gemeinschaftliche Organisation und Marktzugang verbindet, ermöglicht es ihnen heute, den Ananasanbau zu einer nachhaltigen Einkommensquelle zu machen. Genau dieses Zusammenspiel von Anbautechniken, gemeinschaftlicher Organisation und Marktzugang ist für SECODEV der Kern von Ernährungssouveränität.

SECODEV verfügt über sechzig Jahre Erfahrung in der Begleitung von Menschen und Gemeinschaften auf dem Weg zur Ernährungssouveränität. Dazu setzt die Organisation gemeinsam mit ihren Partnern bei mehreren, sich ergänzenden Hebeln an:
Jeder Schritt bringt die Gemeinschaften der Ernährungssouveränität näher und oft auch einer eigenständigen wirtschaftlichen Tätigkeit. Tritt eine Kleinbäuerin beispielsweise einer Bauernorganisation bei, erhält sie Zugang zu neuem Saatgut, lernt agrarökologische Methoden kennen, kann ihre Ernte besser lagern und verarbeiten und sie anschliessend einfacher und zu einem besseren Preis verkaufen. Schliesst sie sich mit anderen zu einer Genossenschaft zusammen, vermarkten sie ihre Produkte gemeinsam, handeln bessere Preise aus und machen ihren Betrieb zu einer stabilen Einkommensquelle. Dank der Diversifizierung ihrer Kulturen kann sie vielfältiger anbauen, sich ausgewogener ernähren und ihr Einkommen steigern, genug, um ihre Kinder besser zu ernähren und zur Schule zu schicken.
Im Jahr 2025 haben 24’200 Menschen (davon 14’200 Frauen) ihre Lebensbedingungen verbessert.